Zwischenreport

Nun ist der erste Monat vorüber und wir haben viele Weichen für die weitere Projektarbeit gestellt. Dabei haben wir versucht, uns dem Thema „Kulturmagazin“ von möglichst vielen Seiten zu nähern und die inhaltliche sowie funktionale Gestaltung und die erzählerischen Potentiale einer Kultursendung analysiert und diskutiert. Jetzt gilt es, die gewonnen Erkenntnisse in erste Prototypen für den Videoplayer einfließen zu lassen.

Mittels des Eingangs aufgestellten semantischen Differenzials haben wir uns klargemacht, wo die Stärken und wo die Schwächen derzeitiger Kulturmagazine liegen: bei dem großen Vielfalt der Themen und dem Wunsch, eine möglichst große Zuschauergruppe anzusprechen, leidet oft der Fokus, der Tiefgang und die Zuschauerbindung. Eine Kultursendung sollte aber möglichst persönlich sein.

Wo inhaltlich eine große Herausforderung vorliegt, kann ein gut durchdachtes Interface Erleichterung bedeuten: Inhalte können nach bestimmten Parametern geordnet, neu strukturiert und präsentiert werden, sodass jeder Zuschauer aus einem auf ihn persönlich abgestimmten Programm auswählen kann. Ist es sinnvoll, Beiträge online beispielsweise nach Orten oder Epochen zu sortieren? Wird durch thematische Bündelung die Zuschauerbindung erhöht? Mit der Sentiment-Analyse wollen wir herausfinden, inwiefern sich solche Parameter bestimmen lassen und welche Parameter sinnvoll sein können. Wenn wir diese Parameter haben, lassen sich Prototypen designen und darüber Anknüpfungspunkte für neue, interaktive Erzählformen finden.

Wie kann also eine multithematische und informationsorientierte Kultursendung für den Zuschauer über eine Weboberfläche persönlich gemacht werden? Und wie kann der Zuschauer an eine non-lineare Erzählstruktur herangeführt werden, ohne dass er vom Interface und den Wahlmöglichkeiten überfordert oder gar übersättigt ist?

Im letzten Monat haben wir hierüber breit diskutiert und Ideen durchgespielt. Diese Diskussionsräume haben uns einen weiten Blick auf das Thema „Kulturmagazin“ ermöglicht. Jetzt sind wir sehr motiviert, diesen Blick fokussieren und konzentrieren zu können und die inhaltliche Gestaltung zu beginnen!

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