Changing the Picture

Bei der Technologiekonferenz „Changing the Picture” durften wir zum ersten Mal auf großer Bühne präsentieren. Wir bedanken uns für die Einladung und die „Blumen” für unsere Session „The Future Generation”. Wir durften sie gleich zweimal hintereinander halten. In jeder Session präsentieren wir zunächst 15 Minuten lang unser Projekt, im Anschluss daran sprach Denny Koch in einer Paneldiskussion mit unseren Projektpartnern Siegfried Steinlechner (ORF), Robert Seeliger (Fraunhofer Fokus) und Rangeen Horami (Filmuniversität) unter der Führung des Moderators Michael Praertorius über Herausforderungen, Ziele und Visionen.

Unter den Gästen waren Vertreter von RBB, UFA, Medienboard Berlin-Brandenburg, Red Bull Media House, NDR, Studio Babelsberg, Filmuni und viele mehr. Für uns ist es eine große Bestätigung, dass so viele Vertreter der Medienbranche Interesse an unserer Session gezeigt haben.

Datei 30.11.15, 09 34 04

Besuch in Wien

Wir haben uns sehr gefreut, Mitte Oktober 2015 den aktuellen Stand unseres Projekts in Wien präsentieren zu dürfen. Kurz nach der Hälfte unserer Projektlaufzeit war es an der Zeit mit dem ORF zusammenzutreffen. Gemeinsam mit Siegfried Steinlechner vom kultur.montag und dem Hauptabteilungsleiter der ORF Kultur sowie Moderator des kultur.montags, Martin Traxl, diskutierten wir ausgiebig über unsere Vision eines neuartigen Sendungsaufbaus im Internet. Wir sind froh über die Möglichkeit, dieses neuartige Konzept mit der erfolgreichsten Kultursendung im europäischen Raum entwickeln zu dürfen. Der kultur.montag ist aufgrund von Marktanteil und Bewertung der Spitzenreiter innerhalb der Kulturmagazine der Europäischen Rundfunkunion (EBU) und somit, aber nicht nur deshalb, der ideale Partner für uns.

In den zwei Tagen unseres Zusammentreffens sind wir in unserem Vorhaben sehr bestärkt worden, aber auch mit der nötigen Distanz und Objektivität begutachtet worden. Am zweiten Tag unseres ORF Besuchs durften wir bei der Präsentation von innovativen Film- und Fernsehprojekten dabei sein und konnten viel davon mitnehmen.

Mitnehmen konnten wir auch ein uriges, traditionelles Kulinarik-Erlebnis der Extraklasse. Zum Abschluss unserer Wienreise führte uns Siegfried zu einem Wiener Heurigen in den Weinbergen, wo wir Schweinshaxen, die sogenannte „Stelzen” zu Spritzwein („G’spritzten”) genießen konnten. Motiviert starten wir in die zweite Hälfte unseres Projekts „Out of the Box”.

IMG_0021

Kartenfunktion

Wie wäre es, wenn ein Kulturmagazin wüsste, wo wir uns befinden und darauf reagieren könnte? Privatsphäre hin oder her, wir beschäftigen uns zur Zeit damit, wie und mit welchen Tools eine Kultursendung auf einen User ganz persönlich und individuell zugeschnitten werden kann. Jeder, der ein Smartphone besitzt, kennt die Funktion des Ortungsdienstes und weiß wie Apps diese nutzen, um uns mit Informationen zu versorgen, die in unmittelbarer Nähe für uns wichtig sein könnten.

Wir spielen mit dem Gedanken, ein Magazinbeitrag könnte den User finden und nicht umgekehrt. Befinde ich mich also vor der Wiener Staatsoper, würde ich Vorschläge für Beiträge bekommen, die hier gedreht worden sind oder in einer Verbindung zu diesem Ort stehen. Außerdem könnte es die Möglichkeit geben, detaillierter auf den Ort einzugehen.  Dem User könnten Berichte vorgeschlagen werden, die nicht nur der Tagesaktualität der wöchentlichen Kultursendung entsprechen, sondern eine Art Kulturarchiv des Ortes darstellen. Die Vision wäre, dem Ort im erweiterten Kulturmagazin ein digitales Gedächtnis zu verleihen; ähnlich Google Maps, das Orte fotografiert, scannt und ihnen damit ein digitales Leben gibt. Schaue ich also einen Beitrag über die Staatsoper 2015, könnte mir zum Beispiel ein historischer Bericht zu politischen oder kulturellen Themen im Zusammenhang mit der Staatsoper vorgeschlagen werden.

Eine Kartenfunktion in einem interaktiven Webplayers soll aber auch innerhalb eines Beitrags mitlaufen und mir die Verortung des Beitrags zeigen. Handelt es sich beispielsweise um das Portrait einer Opernsängerin aus Rom, die in der Wiener Staatsoper für Furore gesorgt hat, so folgt eine Karte mit den Drehorten der Sängerin. Der Zuschauer würde damit zum Beispiel nach Rom geführt werden. Dort angekommen, könnte er sich je nach Interesse weiter in die Kulturlandschaft Roms vertiefen. Dies würde aber nur möglich sein, wenn auf das „Gedächtnis“ eines Kulturmagazins, das Kulturarchiv, zurückgegriffen werden kann.

Wir sind uns der schwierigen Machbarkeit und Umsetzung einer solchen Verortungsfunktion bewusst. Wir wollen aber nicht davor zurückschrecken, unsere Gedanken dazu einzubringen. Denn nur durch eine Art disruptiven Denkens, das vorgefertigte Denkmuster verlässt, ist Innovation möglich.

12033277_10153719653591189_730380023_n